Vogtei

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Daneben entstand Ende des 16. Jahrhunderts der Neubau der Vogtei, heute der Gasthof Alte Vogtei«. Die Giebelseite präsentiert ein ausgewogenes, symmetrisches Fachwerkgerüst. Um 1610/17 blendete man das eigentliche Prunkstück vor: das Portal aus Sandstein. Es stellen sich verspielte, edle Formen zur Schau: Säulen und Wappen, ein flacher Bogen, ein waagerechter Stab mit Perlenschnur, darüber ein ovales Fenster und der bekrönende dreieckige Giebel. Im Haus befanden sich die Amtsstuben des Vogtes, der im Auftrag des Deutschen Ordens die Stadt verwaltete, dazu ein herrschaftliches Tafelzimmer, das im 18. Jahrhundert ins Erdgeschoss rechts neben dem Hauseingang verlegt wurde, wo die heitere barocke Stuckdecke bis heute erhalten blieb.
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