Virtuell die Umwelt greifbar machen – Innovationskünstlerin visualisiert Schadstoffe in der Luft

Geschäftsstelle Metropolregion Nürnberg

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Es klingt nach Magie, ist aber pure Innovation: Shila Rastizadeh, Studentin an der Technischen Hochschule (TH) Nürnberg, kann Unsichtbares sichtbar machen. Die 29-Jährige arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Nuremberg Campus of Technology (NCT) der TH Nürnberg und forscht dort im Bereich Virtual Reality (VR).

Shila Rastizadehs aktuelles Forschungsprojekt dreht sich um das Visualisieren von Sensordaten zur Luftqualität: „Wir Menschen haben die angeborene Tendenz, kaum Interesse für Dinge aufzubringen, die für uns unsichtbar sind. Die Corona-Pandemie zeigt das deutlich. Ich finde es aber enorm wichtig zu wissen, was wir einatmen, welche Schadstoffe wir in der Luft haben oder welche Unterschiede es zwischen Stadt- und Landluft gibt.“ Mit VR lässt sich visualisieren, welche Partikel sich um uns herumbewegen. Dafür greift Shila Rastizadeh auf reale Messdaten von CO 2 , Luftfeuchtigkeit oder Feinstaub zurück, die normalerweise in Datentabellen zusammengetragen werden, und macht diese als schwebende und fließende Wolken virtuell sichtbar. Komplexe und schwer greifbare Zusammenhänge lassen sich so besser nachvollziehen.

„VR ist ein großes Thema am Campus. Und es ist das perfekte Medium, um meine Ideen zu realisieren. Man kann damit alle Sinne beeinflussen.“ So setzt sie sich intensiv mit menschlicher Wahrnehmung und Kognition auseinander – und überträgt ihr Wissen in die virtuelle Realität. „Ich beschäftige mich im Speziellen mit der Visualisierung“, sagt sie. Das liegt nahe: Schließlich hat sie an der TH Nürnberg ein Bachelorstudium in Design absolviert. „Vor zwei Jahren habe ich nicht mal gewusst, dass das, was ich jetzt tue, überhaupt existiert. Selbst jetzt könnte ich nicht genau sagen, was mein Beruf ist – ich habe keinen Ausdruck griffbereit“, sagt sie. VR-Designerin, Informatikerin, Wissenschaftlerin – all das stimmt zwar, greift aber doch zu kurz. Parallel zu ihrer Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin absolviert sie an der Fakultät für Informatik ihren Master of Applied Research.

Und die Metropolregion Nürnberg scheint der perfekte Ort für die langjährige Münchnerin zu sein: „Nürnberg hat die ideale Größe: Man hat beruflich viel bessere Chancen, im eigenen Fachgebiet weiterzukommen und aufzusteigen. Ich wäre sicherlich nie so weit gekommen, wenn ich in München geblieben wäre.“ Nur in einem Punkt habe die Stadt noch Nachholbedarf, findet Shila Rastizadeh: In Sachen Selbstbewusstsein. „In Nürnberg und der Metropolregion gibt es ein riesiges Spektrum an innovativen Einrichtungen und Unternehmen, ebenso im Kulturleben. Das darf man ruhig selbstbewusst nach außen zeigen.“

Die „Platz für InnovationskünstlerInnen“-Reihe rückt technikbegeisterte Menschen ins Licht, die wegen ihrer Innovationsbereitschaft und exzellenter beruflicher Perspektiven die Metropolregion als Lebensmittelpunkt gewählt haben. Mit Shila Rastizadeh wird bereits das fünfte Motiv der Reihe vorgestellt. Im Podcast über Innovationskunst gibt die VR-Spezialistin Einblicke in ihre Arbeit am Nuremberg Campus of Technology (NCT) der Technischen Hochschule Nürnberg und ihren beruflichen Werdegang.

Weitere Innovationskünstlerinnen und www.innovationskunst.de und www.platzfuer.de

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Veröffentlicht am

22.03.2021

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