Pfarrkirche St. Afra Maidbronn

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Die Kirche des Zisterzienserinnenklosters wurde im späten 13. Jahrhundert errichtet und war ursprünglich doppelt so lang wie heute. 1885 wurde auf den Grundmauern des Westteils der Kirche das Gebäude errichtet, das sich gegenüber des jetzigen Kircheingangs befindet. Derzeit dient es als Pfarrbücherei und Wohnung des Seelsorgers. In diesem Bereich befand sich einst der Schwesternchor, auf dem die Chorschwestern - siebenmal am Tag das „Chorgebet“ sangen. In der Mitte der rechten Längsseite der heutigen Kirche befand sich eine Verbindungstür zwischen Kloster und Kirche, die heute noch sichtbar ist. Von hier aus betraten die Chorschwestern die Kirche und begaben sich über eine heute leider nicht mehr erhaltene Wendeltreppe in den Schwesternchor, der an der heutigen Empore begann.
Im Bauernkrieg 1525 wurden Kloster und Kirche verwüstet. 1581 wurde das Kloster von Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn aufgehoben. Nach und nach wurden Teile der Klostergebäude abgerissen, die Kirche verkleinert und mit einem neuen Turm versehen.
Hauptanziehungspunkt ist heute der berühmte Altar „Beweinung Christi“ aus grauem Sandstein, den der Bildhauer Tilman Riemenschneider zwischen 1523 und 1526 fertigte. Dieser Altar ist Riemenschneiders letztes Werk. Das über zwei Meter hohe und mehr als 1,50 Meter breite Relief auf dem Maria ihren toten Sohn beweint, zeigt eine figurenreiche Gruppe von zehn Gestalten. Fünf Frauen und vier Männer haben sich zu Füßen des Kreuzes versammelt, teils im Dienste am Leichnam des Herrn beschäftigt, teils in tiefer Trauer um den Toten versunken.
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Pfarrkirche St. Afra Maidbronn
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