Pfarrkirche Baunach
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Das Patrozinium des hl. Oswald gehört zu den ältesten in ganz Deutschland. Im Jahre 823 wurde hier vom Würzburger Bischof Wolfger eine Kirche geweiht. Chor und Turm wurden um 1460 unter der Herrschaft der Freiherrn von Rothenhahn erbaut, das alte Längsschiff mit seinen 2 Emporen wurde 1970/72 durch ein modernes, größeres Querschiff ersetzt und der Zelebrationsaltar auf die Nordseite verlegt. Im Jahre 2016-2018 wurde die Kirche erneut umgebaut, der große Kirchenraum wurde um 1/3 verkleinert, der Altar wieder in den alten Chor zurück verlegt und das ehemalige gotische Kirchenschiff in seinen Ausmaßen wiederhergestellt.
Gehen Sie nun an der Kirche entlang, zum wuchtigen, viereckigen, aus rohen Quadersteinen errichteten Turm, der in seinen Grundzügen schon in der Zeit der Fuldaer Herrschaft um 1244 erbaut wurde. Er ist 56 Meter hoch, die 4 Seitentürmchen wurden später angefügt, ein vierstimmiges Geläut lädt zum Gottesdienst. Durch den Turm betreten sie die Kirche, nach dem Windfang begrüßt sie der Kirchenpatron St. Oswald. Gehen sie weiter zum Taufbecken in der Mitte der Kirche, an der linken Wand entdecken sie ein 90 Quadratmeter großes modernes Wandgemälde von Jacques Gassmann mit dem Titel: „Tot und Auferstehung“. Davor, quasi als Kontrapunkt, steht eine „Pieta“ aus dem 14. Jahrhundert, das älteste Kunstwerk in der Kirche. In der gegenüberliegenden Wand hat nun das berühmte Baunacher Ostergrab seine endgültige Bleibe gefunden. Früher wurde es zur Osterzeit im Chorraum der Kirche aufgebaut. Es wurde von einem einheimischen Schreiner Mitte des 18. Jahrhunderts geschaffen und vom Rokokomaler Johann Anwander bemalt. Es besteht aus einzelnen hölzernen Bretttafeln die mit Holzriegeln zu einer Kulissenbühne zusammen gefügt sind. Richten sie nun ihren Blick auf den gotischen Chorraum, flankiert von den beiden Seitenaltären und gekrönt von einem alten Kreuz in moderner Cortenstahl-Umrahmung. Altarblock aus Muschelkalk und Lesepult, Zunft-Stangen und Sakramentshäuschen und der barocke Hochaltar finden sich hier zu einer Einheit zusammen. Auch das Altarbild ist neu, so auf den ersten Blick gar nicht sofort zu erkennen. Der Leibziger Maler Michael Triegel hat es 2018 geschaffen, das Thema heißt „Menschwerdung“.
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